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A little story about Dr. Patrick Hillery



I wish to share the following story.
Some few years into my living here in Ireland I enjoyed taking part in a locally held three day painting workshop. There I met an elderly couple, outstanding nice people, whom were introduced to me simply as Maeve and Paddy. During our first lunch break I asked Paddy what he has done all his life, and he told me that he was originally from Co. Clare and used to be a GP, but lives here on the East Coast in Co. Dublin for quite a while. On my question if he worked as a GP on the East Coast also, he answered “No, not anymore. But I did this and that.”
I hope I am being forgiven to not have known at the time any Irish President before Mary Robinson. But I was quite taken by Paddy’s kind and interesting personality. He was keen to hear from me how life was in my native East Germany, before the wall came down; he was asking me about my own humble political career as a local Councillor of 10 years in re-united Berlin, and was also very interested in a rare and chronic illness which I suffer since 20 years. Also did he come over to me one or two times to ask for my advice or opinion about a problem he had while painting with watercolours.
Nobody – not he himself, not his wonderful wife Maeve or any in the art course gave away Dr. Patrick Hillery’s identity. Only months later I learnt with whom I had all these lovely conversations – through a report on RTÈ’s Nationwide programme. And I learnt in time, that it was indeed much more than “this and that”, what he had done for the Irish State.
This is my little story. In my own years in politics I met quite some Presidents and other States Representatives – but never somebody whose personality moved me so much. If the words “modest” and “Gentleman” needed a living expression – Dr. Paddy was this expression. I am sad that he is gone, and I am proud that I was allowed to meet him.
My thoughts are with Meave and her family.
18.4.08 12:49


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Eine kleine Geschichte über Dr. Patrick Hillery



Mir mag ja hier auf der Insel etwas entgangen sein, aber meine Recherchen auf diversen Webseiten haben – eine knappe Woche nach dem Tod des ehemaligen Irischen Präsidenten Dr. Patrick Hillery – nichts ergeben, das auf eine Meldung hinsichtlich dieses Todesfalles in Berlins grösseren Tageszeitungen hindeutet.
Das ist umso erstaunlicher, als ja gerade die Deutsche Bundeskanzlerin die Grüne Insel besucht hat und es auch sonst grosse Affinitäten auf Deutscher Seite zu Irland hin gibt. In Zeiten, in denen immer mehr nicht wirklich Fähige in Politik und Wirtschaft drängen, scheint es mir angebracht zu sein, an diesen „Dr. Paddy“ genannten grossen und doch so bescheidenen Staatsmann zu erinnern, der meines Wissens zu Zeiten seiner Präsidentschaft von den Lesern eines Deutschen Nachrichtenmagazins zum bestaussehendsten Inhaber eines so hohen Staatsamtes erkoren wurde.
Vor einigen Jahren nahm ich an einem Aquarell-Mal-Workshop in meiner Wahlheimat teil, bei dem auch ein älteres Ehepaar anzutreffen war, namens Maeve and Paddy. Beim ersten gemeinsamen Lunch fragte ich Paddy , was er denn in seinem Leben beruflich gemacht habe. Er antwortete, er sei von der Westküste und von Hause aus Arzt, lebe aber seit langem in Dublin. Auf die Frage, ob er auch in Dublin praktiziert hatte, kam die Antwort: ”Nein, aber ich habe dies und das gemacht”. Heute schäme ich mich, dass ich zu der Zeit nicht mit irgendwelchen Irischen Präsidenten vor Mary Robinson vertraut war. Aber ich spürte auch so, dass hinter Paddys bescheidener und freundlich-interessierter Art eine grosse Persönlichkeit steckte. Er wollte alles über mein Aufwachsen in Ost-Berlin wissen, alles auch über meine bescheidene 10-jährige politische Karriere als Bezirksverordnete in Berlin-Köpenick nach der Wende, und er war ebenfalls sehr interessiert an meiner chronischen und in Irland sehr seltenen Erkrankung Borreliose. Ein- oder zweimal kam er zu mir und bat mir, ihm bei einem Problem mit den Aquarellfarben zu helfen.
Niemand, weder er noch seine Frau noch irgendjemand in der Künstlertruppe gaben Paddys Identität preis. Monate später enthüllte sich mir durch ein Fernsehprogramm, wer dieser interessante ältere Mann wirklich war, und langsam dämmerte mir, dass es weit mehr als „dies und das“ gewesen war, was er für Irland und Europa geleistet hatte: Abgeordneter des Irischen Parlaments, Minister in drei Ressorts, erster Irischer Europa-Commissioner, 14 Jahre – zwei Amtsperioden – Irischer Staatspräsident...
In meinen eigenen 10 Jahren in der Politik habe ich eine Reihe von Präsidenten und Staatsrepresentanten getroffen, inclusive unser heutigen Kanzlerin – aber niemanden, der mich auch nur annähernd mit seiner Person und seiner Persönlichkeit so berührt hat. Wenn die Worte „Bescheidenheit“ und „Gentleman“ einer lebenden Verkörperung bedürfen – „Dr. Paddy“ war diese Verkörperung. Er war mehr als ein Ire, er war Europäer und Internationaler Politiker und wirkte ausgleichend in einer tumulthaften Zeit im eigenen Land. Ich bin traurig, dass er nicht mehr hier ist, und ich bin sehr froh, dass ich ihm begegnen durfte.
18.4.08 12:51





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