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Ein Wort über Irland


Irland, welches zwar am Rande des Kontinents, nicht aber am Rande europäischen Denkens liegt, macht sich auf in die Vereinigten Staaten von Europa. Oder (nach Frankreich und Holland) doch nicht??? Nun, wir warten mal die Volksabstimmung in Irland ab. Vielleicht gelingt sie ja genausogut wie das sogenannte „Nice-Treaty“ (Nizza-Abkommen).

Wie auch immer, es ist immer gut, ein bischen voneinander - und über die zu "vereinnahmenden" Brüder (und Schwestern) - zu wissen. Das folgende Wissen ist in praxi erworben und soll auf keinen Fall ein Vorurteil oder eine Vereinfachung der Irischen Lebensweise darstellen; es ist eher dazu geeignet, einige zusammengafaßte Erfahrungen wahrzunehmen, die ich während meines nunmehr fast sechsjährigen Aufenthaltes an der Irischen Ostküste gesammelt habe. Diese Erfahrungen entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage und können von Gebiet zu Gebiet durchaus variieren. Wichtig ist, hier zu erwähnen, daß ich diesen Text ausschließlich in Liebe zu den mich umgebenden Iren geschrieben habe, und speziell in Liebe zu einem bestimmten Individuum namens John ...





In unserem Ort – wie an vielen anderen in Irland - gibt es noch lebendige Erfahrungen von Geisterbegegnungen. Ich selbst – eine bekennende Nicht-an-Geister-Glaubende, hatte zwei. Auch sind Elfen und sogenannte „Banshees“ an der, nun ja, Tagesordnung.



Es ist darauf zu achten, daß die oben erwähnten Elfen wie auch Leprechauns und Geister zur Ausstattung Irlands gehören. Es ist verboten, Schwarzdorn- und Schlehenzweige abzubrechen und Elfenbüsche oder Dolmen zu zerstören.



Jegliche Angst vor Schlangenbissen und Angriffen durch Wildschweine ist gänzlich unbegründet, weil: Schlangen und Wildschweine sind nicht vorhanden.

Hüten sollte man sich allerdings vor Überschwemmungen, Stromausfällen und herabfallenden Regenbögen.



Im Straßenverkehr sollte man beachten: Der Ire macht alles mit links und hatte noch keine Gelegenheit, das Vorhandensein von Richtungsänderungsanzeigen (Blinker) und Geschwindigkeitsreglern (Bremsen) in seinem Wagen wahrzunehmen.



Die Benutzung von Pubs und die Konversation mit Einheimischen ist Pflicht!



Iren lieben es, über das Wetter zu reden. Thema nummer zwei ist das Wetter, und dann ist da noch das Wetter, über das man redet.



Wenn der Ire bei einer Begrüßung neckisch mit einem Auge blinkert, ist das kein Annäherungsversuch, sondern ein Zeichen der Hochachtung.



Merke: Der Ire ist stur, aber stets positiv. Ein Glas ist immer halbvoll statt halbleer, das Befinden könnte immer schlimmer sein als es ist, das Wetter ist im Zweifelsfall immer schön, selbst wenn es junge Hunde regnet.

Der Ire ist herzlich, aber unzuverlässig. Lebe den Augenblick und glaube weder Versprechen noch Verabredungen.



Ferner ist der Ire nur in der Lage, Lebensmittel zu konsumieren, die entweder a) in einem Glas, b) zwischen zwei Scheiben Weißbrot oder c) als Kartoffel serviert werden.



Montage sind für Iren Trauertage. Deshalb fallen die regelmäßig angeordneten staatlichen Feiertage stets auf einen Montag, damit man möglichst oft seine Montags-Trauer mit Alkohol betäuben kann. Aus diesem Grunde sind dann die darauffolgenden Dienstage ebenfalls Trauertage.



Der Arbeitsmontag (und damit die damit verbundene Trauerphase) fängt am Sonntag zwischen 11 und 12 Uhr morgens an und dauert bis in den Mittwoch.



Donnerstags wird der Ire wach und probt für den Freitag.



Sonnabende sind die Haupttage für den Iren. Der gewöhnliche Ire hat dann die Wahl zwischen a) Pferdewetten, b) Fußballwetten oder c) Gaelic-Games-Wetten oder, ganz exclusiv, d) dem Wetter.



Noch mal zur Irischen Gastfreundlichkeit: Diese sollte nicht verpuffen, sondern in Anspruch genommen werden. Nichts freut den Iren so sehr als Menschen zu beherbergen und im Verlauf des Gesprächs festzustellen, daß die Möglichkeit besteht, daß die eiszeitlichen Großeltern mal was miteinander gehabt haben könnten.



Sollte sich dieses nicht herausstellen, so läßt sich noch immer ein beträchtlicher geistiger Profit aus der Tatsache schlagen, daß man in und um Dublin herum das beste Englisch (sic!) spricht resp. erlernen kann.

Und das ist dann wirklich ein (?) Pint wert!



Alles in allem ist das Leben unter und mit Iren eine erstrebenswerte Lebensweise. Ich werde weiter genießen und berichten.



2.6.05 20:45
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Kasimir / Website (22.9.05 11:16)
Schöner Beitrag. Hat mir Spass gemacht.


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